Come Closer - verantwortliches Design im Fokus
Veranstaltungsort:
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

Beginn jeweils um 19:30 Uhr



18. März
Brain Design – Design trifft Mind- und Hirnforschung

22. April
Plastic Planet - Dokumentarfilm

20. Mai
urbane Mobilitätskonzepte und Designlösungen

17. Juni
Reflecting Water – Design und Ökologie

SOMMERPAUSE

2. September
Green Markets – die Zukunft der Ökonomie

28. Oktober
Guerillamarketing – Aktivisten gestalten öffentlichen Raum

25. November
Thinking Design – Design trifft Philosophie

//////////////16.01.09: ass. Prof. Ursula Tischner

„Nachhaltiges Design jenseits von Müsli- und Hippie- Ästhetik“


ass. Prof. Ursula Tischner, econcept

Über 80 Produkt- und Kommunikationsdesigner, Mediengestalter, Marketing-Fachleute, Architekten und Interessierte aus Unternehmen und von Initiativen, die sich mit Umweltaspekten auseinander setzen, kamen an diesem Abend in die basis. Der Vortrag von ass. Prof. Ursula Tischner verschaffte einen genauen Überblick über Mittel und Wege des Eco-Design, dem sich die Geschäftsführerin von econcept in Köln bereits vor 15 Jahren verschrieben hat.

Ursula Tischner ist der Meinung: Wer sich als DesignerIn schon heute dafür engagiert, bereichert nicht nur sein eigenes berufliches Handeln durch Wert und Sinn, sondern steigert gleichzeitig auch seinen Marktwert für potentielle Neukunden und neue Märkte bzw. Produkte. Dadurch ergibt sich die Chance, eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft zu unterstützen und zu einer Verbesserung der Umwelt und der Lebensqualität aller Menschen beizutragen.

Christoph Harrach, KarmaKonsum

Im Anschluss wurde sehr kontrovers über die Möglichkeiten der Designer diskutiert, inwiefern sie Verantwortung übernehmen und tatsächlich zur Lösung globaler Probleme beitragen können. Kritische Stimmen äußerten, dass es die wirtschaftliche Situation nicht erlaube, andere und neue Aspekte in den Entwicklungs- und Produktionsprozess mit einzubeziehen. Genauso schwierig wäre es, Unternehmen von der Notwendigkeit zu überzeugen, weil die Stellung der Designer immer noch unterentwickelt sei.

Diesen Vorbehalten begegnete Ursula Tischner souverän und schloss mit dem Satz: „Wir alle haben einen gewissen Spielraum bei dem, was wir tun. Die Zeit ist reif für neue Konzepte.“

Fazit des ersten Abends:

Der Bedarf an einer Informations- und Kommunikationsplattform scheint sehr groß zu sein. Uns zeigt es, dass Nachhaltigkeit nach wie vor ein aktuelles Thema ist und dass wir unseren Auftrag bestätigt sehen, weiter für Aufklärung und Zündstoff zu sorgen.

Ulrike Schneider

come closer, nachhaltiges Design

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