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Veranstaltungsort: Museum für Angewandte Kunst Frankfurt Schaumainkai 17 60594 Frankfurt am Main Beginn jeweils um 19:30 Uhr ![]() 18. März Brain Design – Design trifft Mind- und Hirnforschung 22. April Plastic Planet - Dokumentarfilm 20. Mai urbane Mobilitätskonzepte und Designlösungen 17. Juni Reflecting Water – Design und Ökologie SOMMERPAUSE 2. September Green Markets – die Zukunft der Ökonomie 28. Oktober Guerillamarketing – Aktivisten gestalten öffentlichen Raum 25. November Thinking Design – Design trifft Philosophie |
//////////////Prof. Armin Reller: Produktdesign mit zukunftsweisenden funktionalen Materialien
Sein Titelthema „Produktdesign mit zukunftsweisenden funktionalen Materialien“ ließ nicht erahnen wie, gravierend die wissenschaftlichen, sozialen und ökologischen Fakten sind. Auf über 80 Folien mit eindrucksvollen Visualisierungen (Bilder, Tabellen, Statistiken, Entwicklungen und Vergleichen) veranschaulichte der Professor für Festkörperchemie, Materialwissenschaften und Ressourcenstrategie an der Uni Augsburg globale Zusammenhänge des Konsumverhaltens in westlichen Ländern und die fatalen Folgen falscher Bau- und Produktionsarbeiten. Mittlerweile müssten wir uns bei alltäglichen Produkten damit auseinandersetzen, woher sie kommen oder unter welchen Umständen sie entstanden sind. Denn das Problem für unsere Umweltzerstörung liegt nicht nur in der Produktion und Lieferung, es liegt auch an unserem fehlenden Bewusstsein. Wir sehen den Zusammenhang nicht – wir erkennen nicht, wie und was wir damit zu tun haben, wenn wir einkaufen – wir haben die Wahl, erklärte Reller. Designer sollten schon Produkt- und Materialbezogen gestalten und können dadurch einen großen Beitrag für eine zukunftsfähige Lebensweise schaffen. Die Teilnehmer erfuhren von Beispielen aus aller Welt. So ließ die Bewässerung von Baumwollplantagen in Usbekistan, deren Baumwolle unsere Kleidung lieferte, innerhalb von 50 Jahren ein natürliches Gebiet inklusive des Aral Sees austrocknen. Oder Borneo und Sumatra: Für die Herstellung von Biosprit aus Palmöl wurden Baumbestände abgeholzt und Plantagen abgebrannt. Auch diese Region ist heute ein Menschen gemachtes Katastrophengebiet.
Es geht jedoch nicht nur im Klimaschutz, CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch, der weltweit so hoch ist, dass wir vier Planeten bräuchten. Es geht auch um einen globalen Stoffkreislauf und Machtverhältnisse durch strategische Metalle. So nutzte die Weltbevölkerung bis in die Achtziger Jahre maßgeblich zwölf Materialien in der Halbleiterindustrie, heute sind es 60. Sie wurden in den vergangenen 20 Jahren zusätzlich zu Produktionszwecken verarbeitet, so Reller. In den meisten technischen Geräten wie Telefon und Computer, seien Rohstoffe enthalten die jedoch nicht recycelt werden. Unter anderem Tantal, Indium und Germanium, so genannte strategische Metalle, seien rar und nur an bestimmten Orten der Erde zu finden. Der Ressourcenverbrauch steige weiterhin kontinuierlich. Darum müssen alle Stoffe wieder zurückgebaut, also recycelt werden. Unwissenheit, mangelnde Voraussicht bei der Planung, Gestaltung und Produktion sowie fehlendes Verständnis über soziale und ökologische Zusammenhänge unseres Konsums seien zerstörend. Darum müsse das Ziel sein, so Reller, einen umsichtigen, wirtschaftlich effizienten Umgang mit Ressourcen zu finden. Hierbei handelte es sich um die Auftaktsveranstaltung der designtrans>fair. |
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