//////////////26.02.09: Burkhard Remmers
„Design und nachhaltige Unternehmenskultur“
 Burkard Remmers, Unternehmenssprecher Firma Wilkhahn
Die ‚zweite Premiere’ von come closer im MAK lief erfolgreich! An die 80 Besucher waren da, für die die Firma Wilkhahn in vielerlei Hinsicht Inbegriff für gutes Produkt-Design ist, aber eben auch durch ein partnerschaftliches Miteinander und Fairness bekannt ist.
Prof. Dr. Volker Fischer, Kurator der Design-Abteilung des MAK, sprach ein Grußwort.
Burkhard Remmers stellte die Firma und dessen Errungenschaften vor und sein langer Vortrag ließ kaum Fragen offen! Dass Wilkhahn ein durchdachtes Umwelt-Management vorzuweisen hat, ist allseits bekannt. Aber wie sehr sich das ökologische Konzept über die Jahrzehnte durchzieht und genauso Teil der Unternehmenskultur ist, wurde in diesem Vortrag deutlich. Nichts ist wichtiger als eine Leitidee und ein gutes Produkt, mit der sich das Unternehmen und dessen Mitarbeiter identifizieren können. Sonst, so Remmers, würde auch eine vorbildliche CSR selbst ein Rüstungsunternehmen für gut befinden.
 Prof. Dr. Volker Fischer, Kurator der Design-Abteilung des MAK
Was letztendlich eine gelebte Unternehmenskultur ausmacht – so Remmers sechs Thesen – sind verschiedene Faktoren: innovatives, langlebiges und hochwertiges Design, genaue Prüfung der Marktsituation angesichts der Globalisierung, die gesamte Wertschöpfungskette mit ihren Partnern weltweit, ganzheitliche Umweltaspekte, die Bedeutung menschlicher Werte innerhalb und außerhalb des Unternehmens und zu guter Letzt die gesellschaftliche, zukunftsgerichtete Verantwortung in Bezug auf Bildung und Kultur.
All diese Punkte sind so eng miteinander verzahnt, dass man nicht sagen kann, CSR sei nur das soziale Miteinander und vielleicht noch die Berücksichtigung von Umweltaspekten. Es ist viel mehr und das hat Remmers klar formuliert.
Wie wichtig die Kommunikation ist, zeigen auch die täglichen Herausforderungen im Designprozess. Bis ein gutes Produkt entsteht, sind viele Hürden zu überwinden. Hält der Qualitätsanspruch der Kostenspirale stand? Wie lassen sich die Materialen mit der Umweltverträglichkeit vereinbaren? Oder ist der Zeitrahmen für die Entwicklung innovativer Ideen angemessen?

Hier ist eine transparente und offene Kommunikation zwischen allen Hierarchien notwendig, um effektiv und erfolgreich arbeiten zu können. Auch Wilkhahn stößt da immer wieder an seine Grenzen, versucht aber seinen Grundsätzen treu zu bleiben: Kontinuität, Konsequenz und Konsistenz.
Wilkhahn hat in vielen Bereichen Pionierarbeit geleistet. Interessant wäre, wie sich solche Strukturen auch auf andere Unternehmen übertragen lassen und mit welchem konkreten Einsatz solche Leitsätze zu verwirklichen sind. Eine gute Bestandsanalyse des Unternehmens ist sicherlich notwendig. Aber viel wichtiger ist auch, dass die Kraft und Überzeugung von innen kommt!
Ulrike Schneider

 
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